Das Erwachen der Stille
nach einer Zeit
voller Lärm.

Die Geburt der Stille
ist der Tod
des Lärms.

Frieden
ist in mir.

Die Kämpfe
haben nachgelassen.

Alles
ist in Ordnung,
in der einzigen Ordnung
des Seins.

Mein Herz
macht Freudensprünge,
ob der ersehnten Ruhe.

Ich bin in Frieden mit mir.

Geburt und Tod.

Leben und Sterben.

Die Geburt
ist ohne den Tod
nicht machbar.

Das Leben
ist ohne Sterben
nicht möglich.

Das Sterben
bei der Geburt
ist das Leben
im Tod.

Ach, wenn ich doch nur hätte ...
dann hätte ich machen können ...
und vielleicht wäre etwas geschehen ...
aber es kommen andere Zeiten ...
die werden es schon richten ...
Man kann nur auf die Zeit vertrauen ...
dann klappt es schon ...
Gut Ding braucht Weile ...
also werde ich eine Weile warten ...
auf die Wunder ...
die vielleicht passieren könnten ...
Es hat ja immer alles irgendwie hingehauen ...
und es hat leider des öfteren auch immer
wieder wehgetan ...

aber!
was mich nicht umbringt,
macht mich nur härter.

Da
musste ich dann immer durch
aber!

letztendlich war es auf der anderen Seite
auch nicht anders,
als auf dieser Seite.

Der Narr
hebt seine Schwingen
in die Luft,
bereit,
den ersten Schritt zu tun.
Verfolgt
von Stimmen
aus der Gruft,
geht er den Weg
des ewgen Ruh´n.
Er merkt geschwind,
dass jeder Schritt
entfernt den Toten,
ihn hinbringt
zu den Himmelsboten.
Die Schwingen breit
wiegt er im Gras,
die Seele
in die Luft erhoben,
im Einklang
mit der innern Stimm´,
die doch kommt
von ganz weit oben.

Ich gehe viele Wege
der Unsterblichkeit,
vorbei an Welten,
die vergangen sind,
noch jemals waren.

Egal die Zeit,
die niemals ist.
Vom Raum getrennt
der Weg nie endet.

Unsterblichkeit beginnt
mit Tod,
dem Tod
von Raum und Zeit,
das Beides
niemals war.

Unsterblichkeit
im Nichts,
das ewig ist.

Heute
mache ich
einfach
die dunklen Schatten
der Vergangenheit
kürzer,
indem ich mich
an ihren Anfang begebe -

und das
ist einfach
schwer genug

Einschlafen
nach einem Tag voller Arbeit
nach einem Tag der Erschöpfung
und
im Moment des Rübergleitens
in die Traumwelt
in das Schlafsein
das grenzenlose Erschrecken,
das plötzliche Wissen des Todes,
das Wissen,
nochmal davongekommen zu sein,

weil ich erwachte

Der Tod
ist die einzige Erwartung,
von der du nicht
enttäuscht wirst.

Der Tod
ist die einzige Erwartung,
die sich entspricht.

Der Tod
ist das einzig wahre
neben der Geburt.

Du Narr,
Du Kind,
Du Menschensohn.
Jetzt erntest du
den reichen Lohn
für so viel Angst
in deinem Leben,
das du mir grad
zurück gegeben.
Als Lohn
für deine großen Müh´n
geb ich dir jetzt
ein neues Leh´n.
Verwalt´ es gut
und ohne Angst
ich schütze dich,
wenn du mal bangst.
Die Liebe in dir
bring zum blühen.

Das ist mein Lohn
für deine M
ühen.

Lange Schatten
warfen sich immer
vor mich
auf den Weg.

Dunkle Schatten
der Vergangenheit.

Schatten,
die im Laufe der Zeit
immer länger wurden,
bis es
immer schwerer wurde,
sie zu überspringen.

Diesen Anspruch
hatte ich.

Ein Jahr
ist die Liebe weg.

Ich kann es
immer noch nicht
fassen.

Ich kann es
immer noch nicht
glauben.

Ein Jahr
ohne Liebe
und

ich hatte sie doch
so fest im Griff,

diese Liebe!?

Wie hab ich mich vermisst,
ohne es zu wissen.

Wie hab ich den kleinen Jungen vermisst,
der auf der Wiese liegt
und
in die Wolken schaut,
der Blumen pflückt
und
durch den Wald springt,
sich an der Schönheit der Welt
erquickt.

Wie ist dieser kleine Junge
im Laufe der Jahre verschwunden
aus meinem Bewusstsein?
Wie bin ich verschwunden
aus meinem Bewusstsein?
ohne es zu merken?

Schön,
dass ich wieder da bin.

Der Tod ist die Geburt der Seele.

Das,
was uns am Meisten Angst macht,
unsere Gedanken,
vermissen wir,
wenn wir über den Tod nachdenken.
Die Liebe steht bei unseren Überlegungen
nie in Frage –

Vom Samen
zum Ei
zur Geburt
von der Geburt
zum Menschen
zum Tod

Wo ist da der Unterschied?

Wohin mein Weg
mich auch führen mag,
es ist mir egal
und
ich kann
und will es
sowieso nicht ändern.

Es ist auch nicht wichtig.

Ich bin losgegangen
und das
ist für mich
das Ent-scheidende
und
alles Andere
wird
wie es werden will.

Dabei habe ich mir gedacht,
die Seite, die andere Seite,
wird es schon richten, für mich ...
und wenn es nicht klappte, konnte ich sagen:
die Zeit,
die Wunder,
die andere Seite
sind Schuld daran,
es war wohl nicht die richtige Zeit dafür ...
und

Wunder brauchen etwas länger ...
und

es war die falsche andere Seite ...
und
...